Handgelenksarthrose – Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Handgelenksarthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenkflächen zwischen Speiche, Elle und den Handwurzelknochen. Durch den fortschreitenden Knorpelverschleiß kommt es zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer nachlassenden Kraft im Handgelenk.

Mit zunehmendem Verlauf kann die Arthrose die alltägliche Funktion der Hand deutlich beeinträchtigen.

Ursachen

Die Ursachen einer Handgelenksarthrose sind vielfältig.

Häufig liegt eine posttraumatische Arthrose vor, also eine Spätfolge nach Verletzungen wie:

  • Speichenbrüchen (distale Radiusfraktur)
  • Bandverletzungen (z. B. Skapholunäre Bandruptur)
  • Kahnbeinbruch (Scaphoidfraktur)

Auch chronische Fehlbelastungen, entzündliche Erkrankungen (z. B. Rheuma) oder langjährige Überbeanspruchung können zur Arthrose führen.

Seltener entsteht eine sogenannte idiopathische Arthrose, deren Ursache nicht genau bekannt ist.

Symptome

Typische Beschwerden einer Handgelenksarthrose sind:

  • Schmerzen bei Bewegung oder Belastung
  • Morgensteifigkeit und Schwellung
  • Knirsch- oder Reibegeräusch („Krepitation“) im Gelenk
  • nachlassende Kraft beim Greifen
  • eingeschränkte Beweglichkeit

Im Spätstadium können die Schmerzen auch in Ruhe auftreten und zu einer deutlichen Funktionseinschränkung führen.

Diagnostik

Die Diagnose wird in der Regel durch eine klinische Untersuchung und Röntgendiagnostik gestellt.

Das Röntgenbild zeigt typische Veränderungen wie Gelenkspaltverschmälerung, Knochenanbauten (Osteophyten)und Sklerosierungen.

In speziellen Fällen kann eine MRT-Untersuchung hilfreich sein, um begleitende Bandverletzungen oder Knorpelschäden zu erkennen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und den individuellen Beschwerden.

Konservative Therapie

In frühen Stadien können Beschwerden häufig ohne Operation gelindert werden durch:

  • Entlastung und Ruhigstellung mit einer Orthese oder Bandage
  • Physiotherapie und gezielte Mobilisation
  • entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen (z. B. PRP/PRF)
  • Ergonomische Anpassung der täglichen Belastung

Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten.

Operative Behandlung

Bei fortgeschrittener Arthrose oder anhaltenden Schmerzen stehen verschiedene operative Verfahren zur Verfügung:

  • Handgelenksspieglung
  • Teilversteifung (Mediocarpalarthrodese): Erhalt von Beweglichkeit bei Schmerzfreiheit
  • Entfernung der proximalen Reihe (PRC): Erhalt von Beweglichkeit bei Schmerzfreiheit
  • Vollversteifung (Arthrodese): vollständige Stabilisierung bei starkem Verschleiß
  • Handgelenksprothese: in ausgewählten Fällen zur Beweglichkeitserhaltung
  • Handgelenksdenervation: Ausschaltung der Schmerzfasern

Welches Verfahren geeignet ist, hängt von Alter, Aktivität und individuellen Anforderungen ab.

In der Praxisklinik Villa Thormeyer Dresden werden die Optionen individuell besprochen und das Vorgehen präzise geplant. Die operative Versorgung findet meist im Krankenhaus statt. Hier arbeiten wir eng mit den großen Zentren in Dresden zusammen und übernehmen die Nachbehandlung.

Nachbehandlung und Prognose

Nach einer operativen Versorgung erfolgt eine zeitlich begrenzte Ruhigstellung, gefolgt von einer funktionellen Nachbehandlung unter physiotherapeutischer Anleitung.

Ziel ist es, eine dauerhafte Schmerzlinderung und gute Gebrauchsfähigkeit der Hand zu erreichen.

Bei rechtzeitiger Behandlung kann das Fortschreiten der Arthrose deutlich verlangsamt werden. Die individuelle Prognose wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch dargestellt.

Ablauf einer Behandlung der Handgelenksarthrose

1. Untersuchung & Beratung
  • Ausführliches persönliches Beratungsgespräch
  • Gründliche klinische Untersuchung des Handgelenks
  • Beurteilung von Beweglichkeit, Schmerzintensität und Funktion
  • Sichtung vorhandener Bildgebung (Röntgen, MRT) bzw. Veranlassung weiterer Diagnostik
  • Besprechung konservativer und operativer Therapieoptionen
  • Aufklärung über Ablauf, Risiken und realistische Behandlungsergebnisse
2. Die Behandlung

individuell je nach Therapieform

  • Konservative Maßnahmen wie Injektionen, Schienenversorgung oder Physiotherapie
  • Operative Therapie bei fortgeschrittener Arthrose oder anhaltenden Beschwerden
  • Gelenkerhaltende oder gelenkversteifende Verfahren je nach Befund
  • Durchführung in regionaler Betäubung oder Vollnarkose
  • Ziel: Schmerzlinderung, Verbesserung der Funktion und Stabilität
3. Ihr Zeitplan danach

1–7 Tage

Schonung des Handgelenks empfohlen
Schwellung und Belastungsschmerz möglich

in den ersten Wochen

schrittweise Mobilisation
ggf. begleitende Physiotherapie
regelmäßige Verlaufskontrollen

Langzeitergebnis

Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung
endgültiges Ergebnis abhängig vom Krankheitsstadium und Therapieverfahren

FAQ

häufige Fragen zur Handgelenksarthrose

Was ist eine Handgelenksarthrose?

Die Handgelenksarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zum fortschreitenden Abbau des Gelenkknorpels im Handgelenk kommt. Dies führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust.

Wodurch entsteht eine Handgelenksarthrose?

Häufige Ursachen sind frühere Verletzungen (z. B. Speichenbrüche), Fehlstellungen, chronische Überlastung oder altersbedingter Verschleiß. In manchen Fällen entwickelt sich die Arthrose ohne erkennbare Ursache.

Welche Beschwerden treten typischerweise auf?

Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen, morgendliche Steifigkeit, Kraftverlust sowie eingeschränkte Beweglichkeit. In fortgeschrittenen Stadien können auch Ruheschmerzen auftreten.

Wie wird eine Handgelenksarthrose diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, mit denen das Ausmaß des Gelenkverschleißes beurteilt werden kann.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Je nach Stadium kommen konservative Maßnahmen wie Schmerztherapie, Injektionen oder Physiotherapie infrage. Bei ausgeprägter Arthrose können operative Verfahren notwendig sein.

Muss bei einer Handgelenksarthrose immer operiert werden?

Nein. In frühen Stadien lassen sich die Beschwerden häufig konservativ lindern. Eine Operation wird erst erwogen, wenn Schmerzen und Funktionseinschränkungen dauerhaft bestehen.

Welche operativen Verfahren gibt es?

Abhängig vom Befund sind gelenkerhaltende Eingriffe, Teilversteifungen oder eine vollständige Versteifung des Handgelenks möglich. Ziel ist eine deutliche Schmerzreduktion bei möglichst guter Funktion.

Ist eine Operation schmerzhaft?

Der Eingriff erfolgt unter Betäubung. Postoperativ können Schmerzen auftreten, die in der Regel gut medikamentös behandelbar sind.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilungsdauer hängt vom gewählten Verfahren ab. In der Regel ist eine mehrwöchige Schonungs- und Rehabilitationsphase erforderlich.

Kann eine Handgelenksarthrose geheilt werden?

Eine Arthrose ist nicht heilbar. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Lebensqualität zu verbessern.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei medizinischer Indikation werden die Kosten für Diagnostik und Behandlung in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Behandlung in der Praxisklinik Villa Thormeyer Dresden

In der Praxisklinik Villa Thormeyer Dresden erfolgt die Diagnostik und Therapie der Handgelenksarthrose durch erfahrene Fachärzte Plastische Chirurgie.
Dank modernster Untersuchungs- und Operationsverfahren können wir individuell angepasste, funktionserhaltende Therapien anbieten – von konservativ bis operativ.

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