Fingergelenksarthrose und Endgelenksarthrose behandeln in Dresden

Schmerzen, Schwellungen, Verdickungen oder eine zunehmende Fehlstellung der Fingergelenke können Zeichen einer Fingergelenksarthrose sein. Besonders häufig betroffen sind die Fingerendgelenke, also die kleinen Gelenke direkt vor dem Fingernagel. Diese Form wird auch als Endgelenksarthrose, DIP-Arthrose oder Heberden-Arthrose bezeichnet.

In der Handchirurgie der Praxisklinik Villa Thormeyer in Dresden behandeln wir Arthrosen der Finger individuell – von konservativen Maßnahmen bis zur operativen Versorgung. Bei schmerzhafter, fortgeschrittener Endgelenksarthrose kann eine Arthrodese, also eine gezielte Versteifung des Fingerendgelenks, eine sehr zuverlässige Option sein.

Was ist eine Endgelenksarthrose?

Die Endgelenksarthrose betrifft das äußerste Fingergelenk direkt vor dem Fingernagel. Medizinisch heißt dieses Gelenk distales Interphalangealgelenk, kurz DIP-Gelenk. Häufig spricht man auch von Heberden-Arthrose.

Typische Beschwerden sind Schmerzen bei Belastung, Druckempfindlichkeit, Schwellung, knöcherne Verdickungen, Bewegungseinschränkung und manchmal eine sichtbare Achsabweichung des Fingers. 

Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie beschreibt Arthrose an der Hand als Erkrankung, die Schmerzen, Schwellung und Steifigkeit verursachen kann. Ziel der Behandlung ist es, Beschwerden zu lindern und die Funktion der Hand möglichst zu erhalten oder zu verbessern.

Typische Beschwerden bei Fingerarthrose

Viele Patientinnen und Patienten bemerken zunächst eine Verdickung oder Druckempfindlichkeit am Gelenk. Im Verlauf können Schmerzen beim Greifen, Schreiben, Tippen, Knöpfen oder Öffnen von Verpackungen hinzukommen. Manche Betroffene stören sich vor allem an der sichtbaren Fehlstellung oder an knöchernen Knoten am Fingerendgelenk.

Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen am Fingerendgelenk
  • Druckschmerz beim Greifen
  • Schwellung oder Verdickung des Gelenks
  • knöcherne Knoten, sogenannte Heberden-Knoten
  • Bewegungseinschränkung
  • Fehlstellung des Fingerendgliedes
  • Instabilität des Gelenks
  • Kraftverlust beim Pinzettengriff
  • gelegentlich Schleimzysten am Endgelenk

Nicht jede sichtbare Arthrose muss operiert werden. Entscheidend ist, ob Schmerzen, Funktionseinschränkung oder Fehlstellung im Alltag relevant stören.

Konservative Behandlung der Fingergelenksarthrose

Am Anfang steht meistens eine nicht-operative Therapie. Dazu gehören je nach Befund Schonung bei akuter Reizung, entzündungshemmende Maßnahmen, lokale Schmerztherapie, Handtherapie, Schienenbehandlung und die Anpassung belastender Tätigkeiten.

Ziel der konservativen Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, Reizzustände zu beruhigen und die Handfunktion möglichst lange zu erhalten.

Gerade bei leichteren Beschwerden oder zeitweise gereizten Gelenken kann dies ausreichend sein.

Wenn die Beschwerden jedoch dauerhaft bestehen, das Gelenk zunehmend schmerzhaft wird oder eine störende Fehlstellung entsteht, kann eine operative Behandlung sinnvoll sein.

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Am Anfang steht meistens eine nicht-operative Therapie. Dazu gehören je nach Befund Schonung bei akuter Reizung, entzündungshemmende Maßnahmen, lokale Schmerztherapie, Handtherapie, Schienenbehandlung und die Anpassung belastender Tätigkeiten.

Ziel der konservativen Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, Reizzustände zu beruhigen und die Handfunktion möglichst lange zu erhalten. Gerade bei leichteren Beschwerden oder zeitweise gereizten Gelenken kann dies ausreichend sein.

Wenn die Beschwerden jedoch dauerhaft bestehen, das Gelenk zunehmend schmerzhaft wird oder eine störende Fehlstellung entsteht, kann eine operative Behandlung sinnvoll sein.

Eine Arthrodese kann sinnvoll sein bei:

  • fortgeschrittener Endgelenksarthrose
  • Heberden-Arthrose mit deutlichen Schmerzen
  • schmerzhafter Fehlstellung
  • Instabilität des Fingerendgelenks
  • posttraumatischer Arthrose nach Gelenkverletzung
  • wiederkehrenden Beschwerden trotz konservativer Behandlung
  • schmerzhaften knöchernen Anbauten
  • Schleimzysten in Verbindung mit Endgelenksarthrose

Arthrodese des Fingerendgelenks

Die Operation erfolgt je nach Befund ambulant. Über einen kleinen Zugang am betroffenen Fingerendgelenk wird das verschlissene Gelenk dargestellt. Die zerstörten Gelenkflächen werden entfernt, die Stellung des Endgliedes wird korrigiert und das Gelenk anschließend stabil fixiert.

Je nach Situation kommen unterschiedliche Fixationsverfahren infrage, zum Beispiel Draht, Schraube oder andere kleine Implantate. Welche Technik sinnvoll ist, hängt unter anderem von Gelenkgröße, Knochenqualität, Fehlstellung und betroffenem Finger ab.

Nach der Operation wird das Gelenk geschützt, bis eine stabile knöcherne Heilung eingetreten ist.


Was ist der Vorteil einer Versteifung?

Der Vorteil der Arthrodese liegt vor allem in der Stabilität und Schmerzreduktion. Das behandelte Fingerendgelenk bewegt sich nach der Versteifung nicht mehr, ist dafür aber im Idealfall deutlich belastbarer und weniger schmerzhaft.

Wichtig ist: Nicht der ganze Finger wird steif. Nur das betroffene Endgelenk wird versteift. Die übrigen Fingergelenke bleiben beweglich. Dadurch bleibt die Greiffunktion in der Regel gut erhalten.

Für viele Patientinnen und Patienten ist eine schmerzfreie, stabile Stellung funktionell wertvoller als eine geringe Restbeweglichkeit in einem dauerhaft schmerzhaften Gelenk.

Nachbehandlung nach Arthrodese

Nach der Arthrodese wird der Finger geschützt, bis die knöcherne Heilung ausreichend fortgeschritten ist. Häufig erfolgt eine Schienenbehandlung. Die nicht versteiften Gelenke sollen in der Regel frühzeitig bewegt werden, damit der Finger insgesamt beweglich bleibt.

Zur Nachbehandlung gehören je nach Befund:

  • Wundkontrolle
  • Schutz des operierten Gelenks
  • Hochlagerung in der Frühphase
  • schrittweise Belastungssteigerung
  • ggf. Handtherapie
  • Röntgenkontrollen zur Beurteilung der knöchernen Heilung

Warum Handchirurgie bei Fingergelenksarthrose?

Die Finger bestehen aus sehr kleinen, funktionell komplexen Gelenken. Deshalb sollte eine Endgelenksarthrose nicht nur als „kleine Arthrose“ betrachtet werden. Entscheidend ist, welche Behandlung zur jeweiligen Fingerfunktion passt: konservativ, gelenkerhaltend oder stabilisierend durch Arthrodese.

In der Praxisklinik Villa Thormeyer Dresden verbinden wir handchirurgische Diagnostik mit operativer Erfahrung in der Behandlung schmerzhafter Fingergelenke. Gemeinsam besprechen wir, ob eine konservative Therapie ausreicht oder ob eine operative Stabilisierung des Fingerendgelenks sinnvoll ist.

Ablauf der Behandlung der Fingergelenksarthrose in unserer Praxis

1. Beratung & Diagnostik

  • Persönliche Untersuchung des betroffenen Fingergelenks
  • Beurteilung von Schmerz, Beweglichkeit, Fehlstellung und Gelenkverschleiß
  • Besprechung, ob eine operative Versteifung des Fingerendgelenks sinnvoll ist
  • Auswahl des geeigneten Operationsverfahrens je nach Gelenkgröße, Knochenqualität, Fehlstellung und betroffenem Finger

2. Die Operation

je nach Befund ambulant

  • Kleiner Zugang am betroffenen Fingerendgelenk
  • Darstellung des verschlissenen Gelenks
  • Entfernung der zerstörten Gelenkflächen
  • Korrektur der Stellung des Endgliedes
  • Stabile Fixierung des Gelenks, zum Beispiel mit Draht, Schraube oder kleinen Implantaten

3. Ihr Zeitplan danach

Unmittelbar nach der Operation

Schutz und Ruhigstellung des operierten Gelenks

Leichte Schwellungen, Druckgefühl oder Wundschmerzen möglich

In den ersten Wochen

Schonung des betroffenen Fingers

Regelmäßige Kontrolle der Wundheilung und der Implantat- bzw. Gelenkstellung

Bis zur knöchernen Heilung

Das Gelenk bleibt geschützt, bis eine stabile knöcherne Heilung eingetreten ist

Schrittweise Rückkehr zur alltäglichen Belastung nach ärztlicher Freigabe

FAQ

häufige Fragen zur Fingergelenksarthrose und Endgelenksarthrose

Was ist eine Endgelenksarthrose?

Die Endgelenksarthrose ist ein Gelenkverschleiß des äußersten Fingergelenks direkt vor dem Fingernagel. Medizinisch wird dieses Gelenk DIP-Gelenk genannt. Typisch sind Schmerzen, Schwellung, Verdickung, Bewegungseinschränkung und manchmal eine Fehlstellung.

Was ist eine Heberden-Arthrose?

Als Heberden-Arthrose bezeichnet man eine Arthrose der Fingerendgelenke. Sie kann mit knöchernen Verdickungen, sogenannten Heberden-Knoten, Schmerzen und zunehmender Steifigkeit einhergehen.

Wann sollte eine Fingerendgelenksarthrose operiert werden?

Eine Operation ist vor allem dann sinnvoll, wenn Schmerzen, Fehlstellung oder Instabilität trotz konservativer Behandlung bestehen bleiben und die Handfunktion im Alltag deutlich eingeschränkt ist.

Was bedeutet Arthrodese am Finger?

Arthrodese bedeutet operative Versteifung eines Gelenks. Beim Fingerendgelenk wird das verschlissene Gelenk in einer funktionell günstigen Stellung fixiert, bis die Knochen miteinander verheilen.

Ist der Finger nach einer Arthrodese komplett steif?

Nein. Nur das behandelte Gelenk wird versteift. Die übrigen Fingergelenke bleiben beweglich. Bei einer Arthrodese des Endgelenks betrifft die Versteifung also nur das äußerste Gelenk direkt vor dem Fingernagel.

Kann man nach einer Fingerarthrodese wieder greifen?

Ja. Das Ziel der Arthrodese ist eine stabilere und schmerzärmere Fingerfunktion. Die Beweglichkeit des Endgelenks geht verloren, aber die Belastbarkeit und Alltagstauglichkeit können sich deutlich verbessern.

Gibt es Alternativen zur Arthrodese?

Je nach Stadium können konservative Maßnahmen, Schienen, Schmerztherapie, Handtherapie oder in bestimmten Gelenken auch andere operative Verfahren infrage kommen. Am Fingerendgelenk ist die Arthrodese bei fortgeschrittener schmerzhafter Arthrose häufig eine zuverlässige Lösung.

Wie lange dauert die Heilung nach einer Arthrodese des Fingerendgelenks?

Die Heilung hängt von Knochenqualität, Fixation, Finger und individueller Situation ab. Meist wird das Gelenk mehrere Wochen geschützt, bis eine ausreichende knöcherne Heilung erkennbar ist.

Termin zur Behandlung von Fingerarthrose in Dresden

Sie haben Schmerzen, Verdickungen oder eine Fehlstellung am Fingerendgelenk?

In der Handchirurgie der Praxisklinik Villa Thormeyer in Dresden beraten wir Sie individuell zur Behandlung der Fingergelenksarthrose – von konservativen Maßnahmen bis zur operativen Arthrodese des  Fingerendgelenks.

Vereinbaren Sie einen Termin zur handchirurgischen Untersuchung bei Fingerarthrose in Dresden.