Karpaltunnelsyndrom behandeln in Dresden – Nervenschonung durch mikrochirurgische Präzision

Kribbeln, Taubheitsgefühle und nächtliche Schmerzen in der Hand?

Das könnten Anzeichen für ein Karpaltunnelsyndrom sein. Diese weit verbreitete Nerveneinengung im Handgelenk betrifft besonders oft Menschen, die viel am Computer arbeiten oder Handarbeiten ausüben – kann aber jeden treffen.

In unserer Praxis in Dresden sind wir als Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie auf die schonende Behandlung des Karpaltunnelsyndroms spezialisiert, damit Sie wieder kräftig zupacken und ohne Missempfindungen durch den Alltag gehen können.

Ursachen und Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Der Karpaltunnel ist eine tunnelartige Passage im Handgelenk, durch den der Medianusnerv und die Beugesehnen verlaufen. Wird dieser Tunnel durch Gewebeschwellungen, Entzündungen oder Einlagerungen zu eng, wird der Nerv komprimiert.

Typische Beschwerden:

  • Kribbeln und Taubheitsgefühl im Daumen, Zeige- und Mittelfinger (besonders nachts)
  • Schmerzen, die bis in den Arm ausstrahlen können
  • Kraftverlust beim Greifen (z. B. Flaschen öffnen)
  • Gefühl, „als ob die Hand eingeschlafen ist“

Ursachen können sein:

  • Überlastung (häufig wiederholte Handbewegungen)
  • Hormonumstellungen (z. B. Schwangerschaft, Wechseljahre)
  • Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen
  • oft auch ohne konkrete Auslöser

Wie wir das Karpaltunnelsyndrom behandeln

Anfangs konservativ

In frühen Stadien kann versucht werden, den Nerv durch Schienen und Dehnungstherapie zu entlasten.

Dauerhafte Lösung: die Operation

Bleiben die Beschwerden länger bestehen oder treten bereits Nervenschäden (z. B. Gefühlsstörungen am Daumenballen) auf, ist eine operative Entlastung des Karpaltunnels der beste Weg.

Dabei wird das einengende Band über dem Karpaltunnel, das Retinaculum flexorum, operativ gespalten. Dadurch erhält der Mittelnerv wieder mehr Raum, wodurch sich Schmerzen, Taubheitsgefühle und nächtliche Beschwerden in der Regel deutlich bessern oder vollständig zurückbilden können. Zusätzlich erfolgt eine Retinaculum-Plastik. Dabei wird das gespaltene Band so rekonstruiert bzw. erweitert, dass der Nerv entlastet bleibt und gleichzeitig die natürliche Schutz- und Gleitfunktion im Bereich des Karpaltunnels möglichst erhalten wird. Dieses Vorgehen kann dazu beitragen, ungünstige Narbenzüge und erneute Einengungen zu reduzieren.

Wir empfehlen nach drei Monaten eine erneute Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bei Ihrer Neurologin oder Ihrem Neurologen.

Bei dieser weit verbreiteten Nerveneinengung im Handgelenk zählt vor allem eines: der absolute Schutz Ihres Mittelnervs (Nervus medianus).

Wieso die mikrochirurgische Karpaltunnel-OP in der Villa Thormeyer sicherer ist

Die Spaltung des einengenden Bandes (Retinaculum flexorum) gehört zu den häufigsten Routineeingriffen. Warum sollten Sie diesen Eingriff dennoch von einem plastischen Mikrochirurgen durchführen lassen?

Präzision unter der Lupenbrille

Der Mittelnerv verläuft oft in individuellen, anatomischen Varianten. Durch das standardmäßige Arbeiten mit starker Vergrößerung (Lupenbrille/ Operationsmikroskop) sehen wir feinste Nervenstrukturen und kleinste Begleitgefäße um ein Vielfaches vergrößert. Das schützt Sie effektiv vor unbeabsichtigten Nervenschäden.

Erfahrung bei Voroperationen (KTS-Rezidiv)

Sind Ihre Beschwerden nach einer früheren Operation wiedergekehrt? Narbengewebe macht Zweit-Eingriffe hochkomplex. Als plastische Chirurgen sind wir darauf spezialisiert, den Nerv mittels mikrochirurgischer Neurolyse millimeterweise und sicher aus dem Narbenbett zu befreien.

Nachhaltigkeit durch Retinaculum-Plastik

Wir durchtrennen das Band nicht nur, sondern rekonstruieren und erweitern es kontrolliert. Diese spezielle Plastik erhält die natürliche Gleitfunktion der Sehnen, verhindert schmerzhafte Vernarbungen und kann das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) senken.

Ablauf der Behandlung, von der OP bis zur Heilung

1. Beratung & Diagnostik
  • Gründliche Untersuchung mit spezifischen Tests
  • ggf. Nervenleitgeschwindigkeitsmessung (EMG/ENG)
  • ausführliche Aufklärung und Planung des Eingriffs
2. Die Operation

Dauer ca. 30–45 Minuten

  • meist ambulant in Regionalanästhesie (keine Vollnarkose nötig)
  • kleiner Schnitt am Handgelenk, Spaltung des Bandes, Retinaculum-Plastik
  • sofortige Entlastung des Nervs
3. Ihr Zeitplan danach

1–2 Tage

Verband, vorsichtige Fingerbewegungen wichtig

5–7 Tage

Fädenentfernung, Beginn leicht belastbarer Bewegungen

2–3 Wochen

Alltag und Bürotätigkeit meist wieder gut möglich

nach 6–8 Wochen

volle Kraft zurück, Sport & schwere Arbeiten wieder möglich

nach ca. 3–6 Monaten

Feinsensibilität oft vollständig regeneriert

FAQ

häufige Fragen zum Karpaltunnelsyndrom

Muss man das Karpaltunnelsyndrom immer operieren?

Nein, in sehr frühen Stadien können Schienen und entzündungshemmende Maßnahmen helfen. Bei länger bestehenden oder zunehmenden Beschwerden ist eine OP jedoch sinnvoll.

Wie läuft die OP genau ab?

Über einen kleinen Schnitt (ca. 2–3 cm) wird das Band, das den Nerv einengt, durchtrennt. Dadurch hat der Medianusnerv wieder mehr Platz.

Warum offene Mikrochirurgie?

Im Gegensatz zur „blinden“ Endoskopie bietet der offene Eingriff unter Lupenbrille höchste Sicherheit und direkte Sicht auf den Nerv.

Wie lange bin ich arbeitsunfähig?

Bei Bürotätigkeit meist 1–2 Wochen, bei körperlicher Arbeit mit schwerem Heben eher 4–6 Wochen.

Wann darf ich wieder Sport machen?

Je nach Sportart meist nach 6–8 Wochen, wenn die Kraft vollständig zurück ist.

Bleibt eine sichtbare Narbe?

Die Narbe liegt gut versteckt am Handgelenk und ist später meist unauffällig.

Tut die OP weh?

Nein, Sie spüren dank örtlicher Betäubung nichts. Danach können leichte Wundschmerzen auftreten, die gut mit Schmerzmitteln behandelbar sind.

Wie schnell verschwinden Taubheitsgefühle?

Das Kribbeln ist oft direkt nach der OP besser. Wenn der Nerv schon länger eingeengt war, kann die vollständige Erholung 3–6 Monate dauern.

Kann das Karpaltunnelsyndrom wiederkommen?

Sehr selten. Meist ist die Entlastung dauerhaft. Durch eine Retinaculum-Plastik wird die Rezidivwahrscheinlichkeit deutlich gesenkt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja, da es sich um eine medizinisch notwendige Behandlung handelt.

Brauche ich danach Physiotherapie?

In vielen Fällen nicht unbedingt, wir zeigen Ihnen aber wichtige Übungen für zuhause. Bei länger bestehenden Problemen kann Ergotherapie helfen.

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